Kassenärztliche Vereinigungen

Die Formalitäten zur Abrechnung von Videosprechstunden unterscheiden sich je nach Bundesland.

Die folgende Übersicht stellt Ihnen Links zu den Videosprechstunden-Themenseiten aller Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung. Die Informationen entsprechen dem Stand vom 27. Mai 2020 und können zwischenzeitlich durch die jeweiligen KV überarbeitet worden sein.

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband die Mengenbegrenzung bei der Videosprechstunde aufgehoben. Es besteht für Ärzte und Psychotherapeuten vorübergehend (zunächst für das zweite Quartal 2020) keine Begrenzung auf 20 Prozent bei der Videosprechstunde – weder bei den Patienten, die ausschließlich per Video versorgt werden, noch bei einzelnen Leistungen.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg muss der KV der genutzte Anbieter per Formular mitgeteilt werden.

Bayern

In Bayern muss die Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung der Videosprechstunde im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung bei der KV beantragt werden.

Berlin

Bislang war es in Berlin erforderlich, dass Ärzte eine Verpflichtungserklärung über die Erfüllung der technischen Vorgaben zur Videosprechstunde bei der KV Berlin einreichen. Nach Aufnahme der GOP 01439 EBM in die Grundpauschale ist dies nun nicht mehr notwendig.

Brandenburg

Die Videosprechstunde ist für Ärzte und Psychotherapeuten unter Berücksichtigung der vertraglichen Regelungen (Anlage 31b zum BMV-Ä) berechnungsfähig. Eine Genehmigung durch die KVBB zur Abrechnung ist nicht erforderlich.

Bremen

Ärzte und Psychotherapeuten fordern bei der KV Bremen das Formular für den Nachweis der Erfüllung der Vorgaben in der Vereinbarung über die technischen Verfahren zur Videosprechstunde gemäß §291g Absatz 4 SGB V an.

Hamburg

In Hamburg muss die Durchführung und Abrechnung von Videosprechstunden bei der KV angezeigt werden.

Hessen

Der für die Videosprechstunde genutzte zertifizierte Anbieter muss bei der KV Hessen mittels Formular gemeldet werden.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Ärzte keinen Antrag zur Abrechnung der Videosprechstunde einreichen. Die Erklärung des Arztes/Psychotherapeuten ist mit Abgabe der Abrechnung ausreichend.

Niedersachsen

Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können die Videosprechstunde nutzen, ohne dafür eine Genehmigung von der KVN zu erhalten. Auf das Prüfungsverfahren, Genehmigungserteilung und die Limitierung auf wenige Patienten wird vorerst bis 30. Juni 2020 verzichtet.

Nordrhein-Westfalen

Die Leistungen können nur abgerechnet werden, wenn die technischen Voraussetzungen (gemäß der Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) erfüllt sind. Praxen reichen dazu eine Erklärung des Videodienstanbieters ein. Nach dem einreichen der Erklärung, können Sie direkt die Videosprechstunde durchführen. Die Genehmigung erhalten Sie ca. 2 Wochen später, per Post. Die Erklärung des Videodienstanbieters können Sie ab sofort online einreichen: https://www.kvno.de/10praxis/50qualitaet/20leistungen_a-z/videosprechstunde/index. form oder alternativ per E-Mail oder Fax.

Rheinland-Pfalz

Die KV stellt auf Ihrer Website Formulare für den Antrag auf Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Leistungen der Videosprechstunde zur Verfügung. Die Allgemeinverfügung ermöglicht es, bis zum 30. Juni 2020 Leistungen der Online-Videosprechstunde zu erbringen, ohne dafür das eigentlich erforderliche individuelle Prüfverfahren zu durchlaufen.

Saarland

Den im Saarland notwendigen "Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung der Videosprechstunde im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung gemäß des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes sowie der Vereinbarung über die Anforderungen an die technischen Verfahren zur Videosprechstunde" stellt die KV Saarland auf ihrer Website zur Verfügung. Aufgrund des Coronavirus wurden die Vorgaben zur Abrechnung der Videosprechstunde temporär gelockert, sodass eine Behandlung im Rahmen der Videosprechstunde, bis zum Widerruf dieser Ausnahmeregelung, auch ohne Erfüllung der Vorgaben gemäß der Anlage 31b Bundesmantelvertrag-Ärzte (Zertifizierungspflicht etc.) möglich ist.

Sachsen

In Sachsen ist ein Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung der Videosprechstunde bei der KV Sachsen notwendig.

Um ihren Mitgliedern die Behandlung von Patienten online über die Videosprechstunde kurzfristig zu erleichtern, hat die KV Sachsen beschlossen, dass alle teilnahmeberechtigten Ärzte und Psychotherapeuten die Leistungen der Videosprechstunde bis zum 30.06.2020 abrechnen können, wenn bis zu diesem Zeitpunkt ein vollständiger Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Videosprechstunde bei der KV Sachsen eingegangen ist. Ab dem 01.07.2020 gilt wieder das normale Genehmigungsverfahren. Neu für einen begrenzten Zeitraum bis 30.06.2020 sind Psychotherapeutische Sprechstunden oder probatorische Sitzungen per Video im Einzelfall möglich.

Sachsen-Anhalt

Die KV Sachsen-Anhalt stellt Formulare für den Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung der Videosprechstunde und die Erklärung des zertifizierten Videodienstanbieters auf ihrer Website bereit.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein reicht das Zertifikat des Anbieters mit einem Praxisstempel versehen zusammen mit den Vertragsunterlagen auf der der Name der Praxis genannt ist.

Thüringen

Den Antrag auf Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung der Videosprechstunde im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung stellt die KV Thüringen auf ihrer Website zur Verfügung.

Westfalen-Lippe

Die Erfüllung der Anforderungen zeigt die Praxis durch ein Anzeigeformular gegenüber der KVWL an.