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Pressemitteilung

Patienten wollen die Videosprechstunde stärker nutzen, wenn Ärzte das Angebot verbessern

Obwohl immer mehr Patienten per Video mit Ärzten oder Therapeuten in Kontakt treten, gibt es große regionale Unterschiede. Eine neue Studie zeigt, dass die Nutzung der Videosprechstunde in Mecklenburg-Vorpommern weit hinter dem Bundesdurchschnitt zurückbleibt. Patienten wollen die Videosprechstunde häufiger in Anspruch nehmen, kennen dafür aber wenige Angebote ihrer behandelnden Ärzte.

Bundesweit haben 13 Prozent der Bevölkerung laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage aus dem Juli 2020 schon einmal an einer Videosprechstunde teilgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Wert im September 2020, und damit Monate später, immer noch bei nur fünf Prozent. Das belegt eine aktuelle Studie der Hochschule Fresenius und des Videosprechstunden-Anbieters arztkonsultation ak GmbH, für die 523 Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns im Mai 2019 und weitere 538 Einwohner im September 2020 befragt wurden.

Dabei liegt die Differenz zum Bundesdurchschnitt nicht an einer zu geringen Bekanntheit der Videosprechstunde. Acht von zehn Einwohnern Mecklenburg-Vorpommerns kennen diese Möglichkeit, 2019 waren es immerhin schon 72 Prozent. Ob der eigene Arzt eine Videosprechstunde anbietet, ist 56 Prozent der Befragten allerdings unklar. Dabei würde ein Großteil die Videosprechstunde gerne in Anspruch nehmen, insbesondere mit dem eigenen Hausarzt (81 Prozent) oder einem anderen eigenen Facharzt (47 Prozent).

„Unsere Erhebung zeigt recht klar, dass einem Großteil der Patienten die Videosprechstunde bekannt ist und diese grundsätzlich bei Ihrem Arzt gern nutzen wollen würden“, erklärt Prof. Dr. Philipp Walther, Professor für Gesundheitsmanagement an der Hochschule Fresenius. „Wenn Ärzte das Angebot verbessern, dann würden Patienten darauf eingehen. Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich den direkten Videokontakt zum Arzt des Vertrauens.“

„Telemedizin ist auf das Engagement der Ärzteschaft angewiesen“, kommentiert Dr. Peter Zeggel, Geschäftsführer der arztkonsultation ak GmbH. „Auch wenn die Rahmenbedingungen noch ausbaufähig sind, liegt es an jeder einzelnen Ärztin und jedem einzelnen Arzt, die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen.“

Zu den Ergebnissen der Studie

02. Dez. 2020

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