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So entwickelt sich die Telemedizin-Branche in Europa

Der europäische Telemedizin-Branche hat sich infolge der Corona-Pandemie gewandelt und ist aus der Nische hervorgetreten. Gelockerte Regeln haben dazu geführt, dass Ärztinnen und Ärzte in ganz Europa stärker denn je auf Telemedizin gesetzt haben, um Patientinnen und Patienten digitale Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. Ob es in Zukunft dabei bleibt, hängt maßgeblich von regulatorischen Entscheidungen ab.

Wie Signify Research in einer Analyse berichtet, haben Telemedizinanbieter in Europa ihren Kundenstamm von März bis Mai 2020 verzehnfacht. Auch bei arztkonsultation.de konnten wir in den Pandemiemonaten ein extrem starkes Wachstum beobachten. Jede fünfte Videosprechstunde wurde in Deutschland inzwischen über unsere Plattform abgewickelt. Dass Anbieter telemedizinischer Dienste in der Pandemie europaweit viel Zulauf verbuchen konnten, überrascht nicht. Denn die zunehmende Relevanz der Telemedizin wurde in der EU nicht nur von Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten, sondern auch von politischen Akteuren und den zuständigen Regulierungsbehörden erkannt. Der Nutzen der Telemedizin wird grundsätzlich nicht mehr angezweifelt. Stattdessen stellt sich die Frage, wie Telemedizin in Praxen und Kliniken langfristig und sinnvoll etabliert werden kann. Unternehmen, die darauf früh eine Antwort liefern konnten, zählen heute zu den Marktführern in verschiedenen europäischen Ländern. Für Deutschland nennt Signify Research hier ausdrücklich unser Angebot arztkonsultation.de.

Telemedizin braucht Vernetzung

Dass in verschiedenen europäischen Ländern meist unterschiedliche Anbieter gestärkt aus der Pandemie hervorgehen, hängt laut Signify Research mit den verschiedenen regulatorischen Umgebungen zusammen. Das betrifft beispielsweise die Frage, ob Gesundheitsleistungen pro Kopf oder über Fallpauschalen finanziert werden. Einige Angebote sind hierfür besser oder weniger gut geeignet. In jedem Fall werden Telemedizinische Angebote in Europa es dann leichter haben, wenn diese nicht als Insellösung, sondern auf die Vernetzung mit angrenzenden Funktionen ausgerichtet sind. So erhalten Ärztinnen und Ärzte eine Möglichkeit, digitale Elemente wie die Videosprechstunde in Arbeitsabläufe zu integrieren, während Patientinnen und Patienten von einer digitalen Patient Journey profitieren.

Regulierung der Telemedizin schafft Unterschiede in Europa

In Europa sind laut einer Bertelsmann-Studie die Niederlande, Dänemark und Estland Spitzenreiter bei dem Ausbau der Telemedizin in der Routineversorgung. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Eine wichtige Rolle spielt dabei in jedem Fall die staatliche Förderung, die in Europa stark variiert, aber auch staatliche Vorgaben für den Einsatz der Telemedizin machen sich bemerkbar. Nicht zuletzt sorgt die strenge Auslegung von Datenschutzrichtlinien in Deutschland für einen im europäischen Vergleich ausbaufähigen Zustand der deutschen Telemedizin.

Wie sich die Telemedizin zukünftig in Europa weiterentwickeln wird, bleibt ungewiss, weil viele der regulatorischen Änderungen aus der Pandemie wohl nur vorrübergehend gültig sind. Immerhin wurden in Deutschland 2021 einige neue Regeln für die Videosprechstunde dauerhaft auf den Weg gebracht. Neu ist beispielsweise auch die Zweitmeinung per Video. In anderen Fällen handelt es sich allerdings noch um Corona-Sonderregeln für die Videosprechstunde, bei denen eine Überführung in die Regelversorgung unklar ist.

Die Zukunft der Telemedizin in Europa ist also weiter offen. Wir wollen diese Zukunft gemeinsam mit unseren Partnern gerne mitgestalten!

14. Juli 2021

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