News

Einblicke aus Mecklenburg-Vorpommern

Wie gelingt Telemedizin auf dem Land?

Gerade im ländlichen Raum überzeugen die Vorteile der Videosprechstunde. In der Praxis fehlt die Videosprechstunde hier aber oft noch. Dieses Problem kennt auch Harry Glawe, Gesundheitsminister in Mecklenburg-Vorpommern. Welche Lösungsansätze zeichnen sich ab?

Weil die Wege zur Arztpraxis im ländlichen Raum besonders lang sind, ist das Potenzial der Telemedizin hier besonders groß. Auch für Menschen, die etwa aufgrund ihres Alters in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist der Arztkontakt per Videosprechstunde eine attraktive Option. Aus demografischer Sicht spricht auch der höhere Altersdurchschnitt auf dem Land dafür, dass die Telemedizin hier einen wertvollen Beitrag leisten kann.

Doch trotz ihrer Vorteile im ländlichen Raum ist die Videosprechstunde gerade hier bisher nicht flächendeckend etabliert – laut der EPatient Survey Q1 2021 sind drei von vier Nutzern eher urbane Akademiker. Die Gründe für diese Entwicklung beleuchtet eine 2020 von der Hochschule Fresenius in Kooperation mit der arztkonsultation ak GmbH durchgeführten Studie zur Videosprechstunde in der ambulanten Versorgung Mecklenburg-Vorpommerns. Klar ist nach der Umfrage, dass die Telemedizin den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern bekannt ist. Allerdings wissen viele gar nicht, ob ihre Ärztin oder ihr Arzt eine Videosprechstunde anbietet. Oft sind die Befragten sehr offen für die Telemedizin, allerdings müsste das Angebot erweitert werden, um den Bedarf zu decken. Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich den Videokontakt zum Arzt des Vertrauens.

Dieses Problem, das keineswegs auf Mecklenburg-Vorpommern beschränkt ist, kennt auch Landesgesundheitsminister Glawe. Auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft plädierte er deshalb für ein neues Modellprojekt in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland sei für ein Modellprojekt für die Videosprechstunde sehr gut geeignet. Außerdem ruft Glawe alle Medizinerinnen und Mediziner auf, sich der digitalen Patientenkommunikation nicht zu verschließen.

Modellprojekte sind geeignet, um neue Anreize und Impulse zu setzen. In jedem Fall werden die Vorteile der Telemedizin dadurch für verschiedene Anwendergruppen erfahrbar. Allerdings bedarf es unabhängig Modellprojekten einer größeren Bereitschaft der Ärzte, die digitalen Möglichkeiten tatsächlich auch wahrzunehmen. Nur so kann Telemedizin wirksam Teil der Versorgung werden. Das betonte Peter Zeggel, Geschäftsführer der arztkonsultation ak GmbH, bereits im Rahmen der 2020 durchgeführten Studie: „Telemedizin ist auf das Engagement der Ärzteschaft angewiesen.“

Die arztkonsultation ak GmbH bringt sich gerne in neue Modellprojekte ein. Weil davon nur ein kleiner Anteil der Menschen auf dem Land profitieren würde, muss der Fokus der Arbeit allerdings darauf liegen, die Videosprechstunde in der Regelversorgung zu etablieren. Wir nehmen diesen Auftrag für uns wahr, indem wir die bestmögliche Videosprechstunde für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte entwickeln.

06. Juli 2021

Sie haben Fragen zu unseren Produkten und Leistungen?

Sie erreichen uns von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter
Tel.: +49 385 5183 000-6
Mail: sales@arztkonsultation.de